2010 : Die Staatsverschuldung weltweit steigt dramatisch an. Die Staatsschulden in Griechenland, Portugal und Spanien gefährden den Euro. Der Weg aus der Krise ist das Arbeitsguthaben System.

www.Arbeitslosigkeit-besiegen.de

Das Arbeitsguthaben System bringt uns das volks-
wirtschaftliche Optimum. Es erlaubt die Staats-
verschuldung ohne Wohlstandsverlust abzubauen.

 
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Die weltweite Staatsverschuldung und die Probleme unseres Wirtschaftssystems

Der momentane Zustand der Wirtschaftsnationen zeichnet sich durch eine hohe Verschuldung der Länder, als auch vieler Arbeiter und Unternehmen aus. Die Zahl der Arbeitslosen steigt mit jeder Krise immer weiter an. Gleichzeitig wächst aber die Geldmenge sehr stark an. So hat die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIS) in ihrer letzten Statistik allein den Wert aller ausstehenden Derivate weltweit mit ca. 684000 Milliarden Dollar angegeben. Das ist ca. das 280 fache der deutschen Staatsschulden. Auch die europäische und die amerikanische Zentralbank vergrößert die Geldmenge von Jahr zu Jahr massiv (Wachstum Geldmenge M3 in der EU langfristig ca. 8.2% pro Jahr ). Trotz der Vergrößerung der Geldmenge verringert sich das Geld in der Realwirtschaft (Die Realwirtschaft ist der Teil der Wirtschaft, der Güter und Dienstleistungen produziert und mit diesen handelt). Die Unternehmen bekommen immer öfter keinen Kredit mehr (Kreditklemme) obwohl immer mehr Geld im Umlauf ist. Firmenpleiten und Arbeitsplatzverlagerungen sind damit vorgezeichnet. Das Realeinkommen der breiten Masse sinkt immer weiter ab. So verloren die unteren 20% in der Einkommensgruppe 8-9% an Realeinkommen in 8 Jahren, die oberen 10% der Einkommensgruppe erlebten in der selben Zeit eine Realeinkommenssteigerung von 15%. Die Einkommensschere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auf. So besaßen die obersten 10% in der Einkommensgruppe im Jahr 2002 57,9% vom Gesamtvermögen und bereits 2007 schon 61,1 % vom Gesamtvermögen.

Mehr Fakten gibt es auf der „Links“-Seite.


Wie sieht aber der optimale Wirtschaftskreislauf aus? Wie können wir alle am effektivsten von dem Wirtschaftskreislauf profitieren?

Beim optimalen Wirtschaftskreislauf darf der Geldfluss nicht ins stocken kommen. Der Geldfluss zwischen Unternehmen und Konsumenten muss im Gleichgewicht sein.
Konkret bedeutet das auf alle Unternehmen und Arbeiter bezogen: Der Lohn den die Arbeitnehmer/Unternehmer verdienen muss so groß sein, wie über den Kauf von Produkten/Dienstleistung an die Unternehmen zurückfließen. Nur dann ist es möglich, dass die Unternehmen wieder Löhne im gleichen Umfang auszahlen und so der Kreislauf von Konsum und Produktion, als auch der des Geldes, von neuem beginnen kann.
Weiterhin muss das Angebot von Arbeitsplätzen im Gleichgewicht sein damit alle, die arbeiten möchten, zu vernünftige Konditionen arbeiten können. Daher muss jeder, entsprechend seines Konsums, an der Realwirtschaft teilhaben können.
Momentan fließt aus der Realwirtschaft eine große Geldmenge ab. Das verfügbare Geld in der Realwirtschaft wird immer kleiner. Damit die Wirtschaft nicht zusammenbricht versuchen die Staaten durch Subventionen Geld in die Realwirtschaft zu pumpen, um damit den Wirtschaftskreislauf zu stützen. Die Staaten finanzieren dies durch weitere Schulden. Die Schuldenberge werden immer größer. Die Überschuldung von manchen Staaten steht in greifbarer Nähe.
Zusätzlich wird durch die multiple Geldschöpfung der Privatbanken, und der damit verbundenen Risiken, das Geldsystem in Schwierigkeit gebracht. Dieses Problem wäre aber durch Vollgeld (siehe www.monetative.de) einfach lösbar.


Beispiele für den Geldschwund in der Realwirtschaft

Was passiert wenn der Import größer als der Export ist ?

Viele Länder müssen, da sie selber keine Rohstoffe besitzen, Rohstoffe importieren. Neben den Geldern für Rohstoffen wie z.B. Eisen, Öl, und Gas, fließen auch Gelder für Konsumartikel wie Autos, TVs, Handys, Videos, Musik und vieles mehr in den Import. Können die Länder jedoch ihren Import nicht in vollem Umfang mit Exporten gegenfinanzieren, verliert der Wirtschaftskreislauf in der Realwirtschaft stetig Geld. Die Unternehmen und Arbeitnehmer versuchen den Geldmangel durch Schulden zu kompensieren. Zusätzlich versuchen die Länder die Wirtschaft mit immer neuem Geld anzukurbeln. Alle verschulden sich immer weiter. Um die Realwirtschaft am Laufen zu halten muss immer wieder Geld, das über Kredite finanziert wird, nachgeschoben werden. Dieses Spiel geht solange bis die Länder völlig überschuldet sind.

Beste Beispiele dafür sind Griechenland mit einem Handelsdefizit von 9.98%, Portugal mit 9,861% und Spanien mit 6,028%.


Was passiert wenn Geld in Finanzprodukte gesteckt wird?

Wird ein Teil des Geldes in der Realwirtschaft nicht mehr in den Konsum gesteckt, sondern fließt z.B. über Staatsschulden, private Altersvorsorge, Unternehmenskredite, Dividenden etc. ab und wird dann in Finanzprodukte investiert, die das Geld z.B in Derivate (Termingeschäfte, Optionen, Forwards, Futures, Swaps, ...) anlegen, so reduziert sich ebenfalls stetig die Geldmenge in der Realwirtschaft. Es ist eine Eigenschaft von Derivaten, dass das Geld praktisch zu keiner zusätzlichen Investition in der Realwirtschaft führt. So werden z.B. bei Termingeschäften Rohöl zu einem bestimmten Preis gekauft oder verkauft, das Geld fließt aber nicht in neue Arbeitsplätze da ja nicht mehr Rohöl konsumiert wird. Ist das Geld erst einmal in Derivaten angelegt so fließt es aufgrund der attraktiven Gewinne kaum noch in die Realwirtschaft zurück. Die Spekulationen an den Rohstoff-Börsen treiben aber die Rohstoff-Preise nach oben.
(Siehe SPIEGEL ONLINE - Zocker treiben Benzinpreis um 14 Cent nach oben)
Aufgrund der höheren Rohstoff-Preise als auch dem fehlenden Geldrückfluss nimmt die Kaufkraft in der Realwirtschaft ab, weniger Umsatz führt zu Insolvenz und Arbeitsplatzabbau. Durch die steigende Arbeitslosigkeit wird die Kaufkraft zusätzlich reduziert. Der Wirtschaftskreislauf bricht Stück für Stück zusammen, immer mehr Firmen gehen pleite. Auch hier versuchen die Unternehmen, die Arbeiter und der Staat den auftretenden Geldmangel durch immer neue Schulden zu kompensieren. Die Schuldenberge türmen sich immer weiter auf, bis die Zahlungsunfähigkeit eintritt.

Nur über massive Exportüberschüsse kann der Verschuldung entgegengesteuert werden, doch selbst die deutschen Exportüberschüsse reichen nicht um den Wohlstand aufrecht zu halten.

Das Problem des Geldabflusses durch Finanzprodukte ist ein großes Problem weltweit. So besaßen in Deutschland 2006 die privaten Haushalte ein Vermögen von 10381 Milliarden, davon 4529 Milliarden in Geldvermögen. Allein die Anlage dieses riesigen Vermögens entzog der Realwirtschaft große Summen. Da die Geldmenge der Vermögenden immer weiter anwächst und im Kapitalmarkt angelegt wird, schwindet die Geldmenge in der Realwirtschaft immer weiter.

Mehr Fakten gibt es auf der „Links“-Seite.


Der wirtschaftliche Kreislauf zwischen Produktion und Einkommen wird immer wieder gestört, es fließt ein Teil des Geld aus dem Kreislauf heraus und fehlt so der Realwirtschaft.

Der Wirtschaftskreislauf wird immer weiter abgewürgt da immer weniger Geld für den Konsum zur Verfügung steht, obwohl das Gesamtvermögen immer weiter steigt. Die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auf.

Für die dauerhafte Lösung der Arbeitslosigkeit müssen wir daher sicherstellen:

1. Dass nicht mehr importiert als exportiert wird.

(Dies löst das Arbeitsguthaben System über die Berücksichtigung der Exportquoten)

2. Dass der Geldfluss nicht ins Stocken kommt. Der Geldfluss zwischen Unternehmen und Arbeitnehmer als auch zwischen dem Konsumenten und dem Unternehmen muss im Gleichgewicht sein.

(Da das Geld beim Arbeitsguthaben System in der Realwirtschaft bleibt, ist der wechselseitige Geldfluss zwischen Unternehmer und Arbeitnehmer im Gleichgewicht)

3. Dass, das Angebot von Arbeitsplätzen im Gleichgewicht ist, und alle zu vernünftige Konditionen arbeiten können, die arbeiten möchten.

(Da beim Arbeitsguthaben System bei jedem Einkauf über das gesammelte Arbeitsguthaben exakt die gleiche Menge Geld wieder erarbeitet werden kann, und auch das Gleichgewicht zwischen Import und Export und strukturschwachen Gebieten geregelt wird, stehen exakt so viel Arbeitsplätze in den jeweiligen Regionen zur Verfügung wie benötigt werden)


Schlechte Lösungen

  • Importverbote oder Importzölle für bestimmte Waren
  • (Geht nicht, da wir Handel treiben müssen um Rohstoffe importieren zu können. Da Handel auf Gegenseitigkeit beruht, wird kein Land Importzölle oder Importverbote von unserer Seite akzeptieren. Handelsbeschränkungen würden wiederum sofort mit Handelsbeschränkungen für unseren Export beantwortet werden.)
  • Subvention des Betriebes um sich dem Wettbewerb besser stellen zu können.
  • (Das wird in der EU teilweise extensiv durchgeführt! Z.B. Subvention in der Landwirtschaft, Standort-Subventionen für Fabriken, verbilligte Kredite, etc. Generell ist hier die Gefahr das alle Wirtschaftszweige subventioniert werden wollen und so immer mehr Abgaben/Steuern erhoben werden müssen.)
  • Ausweitung des Billiglohnsektors mit Subventionen um die Arbeitslosenstatistik zu verbessern.
  • Abbau des Sozialstaates um die Kosten einzudämmen.
  • Immer weitere Erhöhung der Geldmenge um den Geldmangel in der Realwirtschaft zu reduzieren.

Alle diese schlechte Lösungen verdecken die Probleme nur, lösen sie aber nicht. Daher verschulden sich die Staaten immer weiter.

Da das Arbeitsguthaben System das Geld in der Realwirtschaft kreisen lässt, und somit die Geldmenge in der Realwirtschaft nicht verringert wird, muss die Geldmenge nicht mehr ausgeweitet werden um die Realwirtschaft zu stützen. Spekulativ angelegte Gelder fließen nach und nach wieder in die Realwirtschaft zurück. Die Schere zwischen Arm und reich geht wieder weiter zu. Somit führt das Arbeitsguthaben System neben der Lösung der Arbeitslosigkeit auch zu einem stabilen Wirtschaftssystem indem die Geldmenge nur an die Wirtschaftsleistung gekoppelt werden muss. Über die eingesparten Subventionen aufgrund der Vollbeschäftigung könnte durchaus die Verschuldung der Staaten zurückgeführt werden.

In Deutschland allein hätten wir durch die eingesparte direkte und indirekte Subventionen ca. 150 Milliarden Euro pro Jahr mehr. Selbst die Schuldenberge der PIIGS Staaten könnte somit verringert werden. Da diese keine Exportdefizite und keine nennenswerte Arbeitslosigkeit mehr hätten. Es wird Zeit endlich die Ursachen unserer wichtigsten Probleme auf der Welt anzugehen, als immer nur mit Teillösungen die Probleme teuer zu lindern, sie jedoch nicht abzustellen. Dabei hat die Lösung der Ursache der Arbeitslosigkeit die höchste Priorität, denn wenn wir hier die Lösung nicht angehen, sind wir immer erpressbar. Denn der Spruch: „Es ist sozial was Arbeitsplätze schafft“, bringt uns direkt den Billiglohn und längere Arbeitszeiten, zerstört die Natur, schafft Familien ab und wandelt unsere Demokratie in eine Plutokratie. D.h. die eigentliche Entscheidungen werden nur noch von dem Kapital aber nicht vom Volk getroffen. Da trotz aller Mühen unserer Politiker die Schuldenberge nach wie vor sehr schnell anwachsen, ist es Zeit jetzt etwas dagegen zu tun. Denn die Arbeitslosigkeit ist nur ein Auswirkung der wachsenden Geldmenge. Trotz starken Wachstums der Geldmenge haben wir nichts davon. Wer von uns bekommt jedes Jahr über 8% mehr Lohn ? Dieses „Mehr an Geld“ fließt aber genau zu den Personen, die schon mehr als genug Geld haben. Da wir aber diejenigen sind, die diese Zinsen bezahlen, haben wir jedes Jahr immer weniger Realeinkommen.



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